Sadomaso
Sadomaso - was ist das eigentlich?
Der Begriff Sadomaso ist die Kurzbezeichnung für Sadomasochismus. Der Begriff Sadomaso hat sich in den 80er Jahren eingebürgert, als die Nachmittags-Talkshows begannen, das Thema Sadomasochismus zu entdecken und auszuschlachten. So denken viele bei Sadomaso zuerst an die Peitsche schwingende Domina, die mit dreckigen, erniedrigenden Sprüchen ihren Sadomaso - Sklaven im Vierfüßlerstand hinter sich herzieht. Sadomaso ist Leder, hochhackige Stiefel, der Sklave an der Hundeleine.
Die meisten Menschen in unserem Bekanntenkreis, die sich mit Bondage, BDSM und seinen Spielarten beschäftigen, benutzen den Begriff Sadomaso gar nicht.
Sadomaso - worum geht es?
Bei Sadomaso - dem Wortspiel zwischen Sadismus und Masochismus geht es und das einvernehmliche Spiel zwischen zwei oder mehr erwachsenen Menschen. Sie erlangen ihre sexuelle Erregung aus dem Fesseln oder gefesselt werden, aus dem Annehmen von Schmerz oder dem Zufügen desselben, als Strafe, Demütigung oder Erniedrigung.
Sadomaso - Fachbegriffe
Als Domina wird im Bezahl-Bereich die aktive Frau bezeichnet.
Im privaten Rahmen ist sie eher Gebieterin, Lady oder Herrin. Auch die Begriffe Domse oder Domme wirst du gelegentlich hören, wobei sich die Begrifflichkeiten hier vom aktiven, dominanten männlichen Part, Dom, Herr oder Sir genannt, ableiten.
Sub oder Subbie ist der passive Part, egal ob männlich oder weiblich. Auch die Begriff Sklave oder Sklavin werden gerne für den passiven Part verwendet.
Müssen Sadomaso - Praktiken wehtun?
Nicht nur das Empfangen vom Schmerz kann Sub oder Sklave/Sklavin auszeichnen. Der passive Part ist vielleicht gar nicht auf Schmerzen aus, sondern liebt es, unterwürfig zu sein, zu dienen und dem Herrn oder der Herrin jeden Wunsch zu erfüllen. Er zieht seinen Kick aus der Bedingungslosigkeit, der er sich unterwirft und der Dankbarkeit der Herrin oder des Herrn. Vielleicht lieben es beide, sich im Latexoutfit zu bewegen, oder der Sklave muss nackt dienen und mit dieser Scham fertig werden, um sich die Gunst der Herrin zu verdienen. BDSM ist nicht nur schwarz oder weiß, sondern kann viele schillernde Farben haben.