Deine Merkliste ist noch leer
Dein Warenkorb ist leer
WARENKORB Der Weg zur KasseZUR KASSE
Service

Wissenswertes über Einlauf und Klistier

Wissenswertes über Klistiere und Einläufe im BDSM Kontext

Psychologische Facetten beim Einlauf im BDSM-Kontext

Autor*in: Julia

Bitte macht Euch generell immer bewusst, dass ein Eingreifen in Körperprozesse immer auch im Zusammenhang mit der Psyche steht und gut im Auge behalten werden sollte, damit diese Technik für alle Beteiligten ein Genuss bleibt.

Weiter unten könnt ihr etwas über die medizinischen Komponenten des Einlaufs lesen. Zunächst wollen wir mit Euch auf die psychologischen Facetten eingehen.

ist dabei absolute Hygiene oberstes Gebot, denn nachfolgende Infektionen durch Eindringen von Bakterien oder Verletzungen braucht niemand und können auch das Vertrauensverhältnis untereinander beeinflussen. Einen Einlauf tätigt keiner bitte einfach nebenbei, sondern immer in bestem Wissen und Gewissen. Seid während dem Ausführen immer nah an Eurem Gegenspieler dran und überwacht auch stets dessen Vitalfunktionen. Plötzliches starkes Schwitzen, Schwindel oder auch Frieren können erste Anzeichen eines belasteten Kreislaufs sein, hervorgerufen durch Flüssigkeitsmangel. Vieles könnt Ihr auch im Gesicht Eures Partners ablesen, verzichtet daher vielleicht lieber auf Kopfmasken während der Einlauf-Session. Eine blasse Gesichtsfarbe sowie plötzlich dunkler werdende Augenschatten können auch auf einen Flüssigkeitsmangel hinweisen, bevor ein Kreislauf kollabiert.

An dieser Stelle möchten wir Euch gerne auch die emotionale Komponente eines Einlaufs vorstellen. Wie fühlt es sich an, einen Einlauf zu empfangen? Was kann den Reiz einer solchen Praktik ausmachen?

Zunächst einmal spricht eine solche Spielvariante tiefste Gefühlsebenen bei Eurem Gegenüber an. Dieses sollte Euch bewusst sein und im Vorfeld als auch im Aftercare kommuniziert werden. Einerseits können dies Verlegenheits- und Schamgefühle sein, andererseits höchste Erregungs- und Lustgefühle. Auf jeden Fall ist ein Einlauf ein tiefes Eindringen in die Vorgänge des Körpers Eures Gegenübers, welches sowohl Euch als auch diesen sehr berührt.

Das Gefühl, einen Einlauf zu verabreichen, kann sehr erhaben und machtvoll sein. Dadurch kontrolliert der dominante Part wichtige Körperfunktionen des anderen. Natürlich bürgt dieses auch viel Respekt sowie große Verantwortung für den anderen. Der devote Part hingegen empfängt diese Behandlung und zeigt dadurch sein Innerstes. Das Gefühl, wenn Flüssigkeit, am besten warme, in den Darm einläuft und diesen Stück für Stück befüllt, das Volumen des Darms immer mehr zunimmt und dieser Druck sich innerlich aufbaut und die inneren Darmwände weitet, ist wie eine Art von Inbesitznahme durch das Gegenüber und stimuliert verborgen gelegene Nervenbahnen im Körper, denn der Darm ist ein hochsensibles und empfindsames Organ. Diese innerliche Weitung kann höchst erregend wahrgenommen werden. Auch die anschließende Entleerung kann in vielerlei Spielvarianten ausgelebt werden und bietet ein bereicherndes und facettenreiches Spektrum.

Welche Gefahren lauern beim Einlauf im BDSM-Kontext?

Bitte beachtet dabei, dass die Darminnenwände die Inhaltsstoffe der Flüssigkeit aufnehmen, die eingeführt wird. Also Finger weg von alkohol- oder koffeinhaltigen Lebensmitteln, sonst droht eine lebensgefährliche Vergiftung oder zumindest eine unangenehme Überdosierung.

Fazit

Traut Euch und seid gerne einmal offen für ungewöhnliche Spielarten und lasst Euch auf neue Gefühlsimpulse ein. Meist lohnt sich dabei ein Blick über den eigenen Tellerrand. Doch vergesst nicht: Beide sollen Spaß daran haben, denn bei einer solch intimen Praktik sollte niemand zu irgendetwas überredet werden.

Der obige Text zu den psychologischen Facetten wurde verfasst von Julia

Unsere Klistier Produkte entdecken

Zu Klinikspielen gehören auch Einläufe oder Klistiers. Dies ist eine reizvolle Spielart, allerdings werden die Gefahren doch gerne unterschätzt. Vor allem wenn man Geschichten dazu liest und versucht, diese nachzuspielen kann das gefährlich werden, oben geht Julia schon auf die Wirkung von Alkohol ein, der - über den Enddarm aufgenommen - eine Alkoholvergiftung hervorrufen kann, obwohl der Patient keinen Schluck getrunken hat.

Die wissenschaftliche Seite vom Einlauf

Dies ist ein wissenschaftlicher Text, der zur Veranschaulichung dienen soll. Er ist nicht in allen Punkten auf BDSM-Spiele übertragbar. Aber er kann helfen, Unfälle zu vermeiden. Bitte sei bei Klinikspielen immer besonders vorsichtig, beachte die Hygiene und desinfiziere alle Gegenstände vor dem Gebrauch. Trage Handschuhe. Und beachte vor allem den Grundsatz SSC (Safe, Sane, Consensual)!

Rektale Abführmethoden

Verabreichung von Abführmittel als Zäpfchen

  • Patient auf linke Seite drehen
  • Handschuhe tragen
  • Gesäßhälften mit einer Hand spreizen
  • Unter Sicht leicht drehend das Zäpfchen einführen (2-3 cm tief)
  • Material richten für Toilettengang des Patienten / im Zimmer bleiben

Darmeinläufe und Klistiers

Definition:

Einfüllen von Flüssigkeiten in den Darm. Einläufe und Klistiers unterscheiden sich anhand der Flüssigkeitsmenge:

Einlauf:

  • ab 500 ml = Reinigungseinlauf
  • 5000 ml = Schwenkeinlauf

Klistier:

  • ab 5 ml = Mikroklys / Medikamente
  • 200 ml = Abführklistier (= Practo Clyss)

Ziele:

  • Reinigung des Enddarm bei Obstipation
  • Reinigung des Enddarms vor Untersuchungen / OP's
  • Darmspülungen zur Förderung der Heilung bei Schleimhauterkrankungen
  • Verabreichung von Medikamenten / Kontrastmittel
  • Anregung der Darmperestaltik bei Darmatonie (Darmlähmung)

Faktoren, die die Wirkung von Einläufen + Klistiers beeinflussen

  • Mechanische Wirkung:
    Durch das Einführen des Darmrohres, die Menge und dem Druck der Flüssigkeit wird die Darmperistaltik angeregt. Dadurch wird der Darminhalt besser transportiert und Gase gehen ab.
  • Chemische Wirkung:
    Die ärztliche verordneten Zusätze wirken auf den Darminhalt und die Darmschleimhaut.

    Saline: wirken asmotisch uns ziehen zusätzlich Flüssigkeit in den Darm
    Ölige: machen Darmschleimhaut + Stuhlmasse gleitfähig

    Wirkstoff Menge / Liter Wirkung
    Olivenöl 20 ml Gleitende Wirkung
    Kamillosan 3 - 5 ml für die Schleimhaut
    Kochsalz 20 mg Flüssigkeitsanziehend
    Kernseife Haselnussgroß Löst Stuhlmasse auf, starke Reizung des Darms
    Glycerin 20 ml Flüssigkeitsanziehend, stark abführend
    Vollmilch Pur Gleitend
  • Thermische Wirkung
    In der Regel Körpertemperatur, d.h. 37°C; bei Temperaturen über 39°C besteht die Gefahr von Schleimhautverbrennungen. Durch geringere Temperaturen kann der Reiz erhöht werden (= 34 - 35°C).
    Achtung! Temperaturen unter 33 °C können Darmkrämpfe auslösen, diese sind sehr schmerzhaft, extrem Kreislaufbelastend und können bis zu 24 Std. andauern.
    Die Menge des Zusatzes / der Konzentration und die Temperatur (wenn nicht 37°C) muss aus ärztlicher Verordnung hervorgehen.

Grundsätzlich gilt

  • Klare Indikation bzw. Aufklärung durch den Arzt
  • Bei Unterleibserkrankungen + Bauchschmerzen unklarer Ursache muss erneut abgeklärt werden
  • Ein Einlauf / Klistier ist eine stark kreislaufbelastende Maßnahme, daher immer vorher diskrete RR-Kontrolle
  • Intimsphäre muss gewahrt werden
  • Für Ruhe und Sicherheit sorgen
  • Lagerung des Patienten auf die linke Seite + Beine leicht angewinkelt ! Ist dies nicht möglich, dann Rückenlage, dabei das Becken durch kleines Kissen unterstützen.
  • Material

    • Schutzkleidung
    • Handschuhe
    • Handdesinfektion
    • Bettschutz
    • Kleine Inkontinenzvorlage
    • Nierenschale
    • Spatel
    • Vaseline
    • a) Fertigklistier im Wasserbad
    • oder
    • b) die temperierte Einlaufflüssigkeit, Irrigator mit Schlauch + Klemme + Darmrohr (ca. 18 - 20 Ch.) + Ständer zum Aufhängen des Irrigators
    • alle Materialien für den Toilettengang
    • RR - Gerät (zur Sicherheit)
    • Abwurfbehälter

    Große Einläufe

    • Schwenkeinlauf (bei Atonie)
      Ziel: Förderung der Darmperistaltik + Abgang von Gasen
      Menge: 1 Liter
      Darmrohr: klein, dick
      Durchführung: rhythmisches Ein- und Auslaufen lassen der Flüssigkeit bis Stuhlteile sichtbar sind (ca. 10 - 15 mal)
      Höhe: 30 - 50 cm
      Tiefe: 20 - 40 cm
      ist stark belastend, deshalb langsam und sensibel arbeiten
    • Darmspülung (vor Untersuchungen)
      Ziel: spülen größerer Darmabschnitte
      Menge: ca. 5 Liter
      Darmrohr: kurz, dick
      Zuatzmaterial: 1 Eimer, 2 Klemmen, T oder Y - Verbindung, zusätzliches Schlauchstück
      Durchführung: 300 ml in den Darm einlaufen lassen, Abklemmen, in den Eimer hinauslaufen lassen
    • Dauer: bis Flüssigkeit sauber ist
      Höhe: ca. Hüfthöhe des Patienten
      Tiefe: ca. 7 cm
    • Hohe Einläufe
      Ziel: Entleerung eines großen Teiles des absteigenden Dickdarms, Einbringen von Kontrastmittel
      Menge: 1,5 - 2 Liter
      Darmrohr: dünn
      Durchführung: Flüssigkeit langsam, aus geringer Höhe einfließen lassen, dabei das Darmrohr bis zu 15 cm tief einführen
      Dauer: Flüssigkeit sollte mindestens 10 Min. einbehalten werden
      Tiefe: ca. 12 cm
    • Reinigungseinlauf
      Ziel: Entleerungsreiz setzen und aufweichen des Stuhls
      Menge: 0,5 - 1 Liter
      Darmrohr: kurz, dick
      Durchführung: Flüssigkeit aus Schulterhöhe einfließen lassen, dabei Darmrohr bis zu 10 cm vorschieben. Langsam arbeiten ggf. Pausen machen.
      Dauer: Flüssigkeit 10 Min. einbehalten!
      Tiefe: ca. 7 cm

    Kleine Einläufe

    Ist ein Einlauf mit einer kleinen (bis 200 ml) oder kleinsten Menge (5 ml). Grundsätzlich gelten auch hier alle Richtlinien des großen Einlaufes.

    Vorteile:

    • geringere Kreislaufbelastung
    • raschere Wirkung, gebrauchsfertige Herstellung, weniger Zeitaufwand
    • wird als angenehmer empfunden
    • weniger Komplikationen

    Verabreichung des Klistiers

    Vorbereitung:

    • Klistier im Wasserbad erwärmen
    • Patienten auf linke Seite lagern / RR-Kontrolle hat bereits stattgefunden

    Material:

    • Schutzkleidung, Bettschutz
    • Abwurf
    • ggf. Darmrohr, Vaseline
    • alles für Toilettengang und Intimpflege

    Durchführung:

    • Info an den Patienten: Es geht los, keinen Gegendruck, ruhig atmen
    • Darmrohr mit Gleitmittel bestreichen, unter Sicht leicht drehend (1/2) einführen
    • 7-10 cm tief das Darmrohr einführen
    • Fertigklistier durch aufrollen (bzw. auspressen) von hinten nach vorne entleeren
    • Aufgerollte Verpackung festhalten. Patienten informieren, dass das Darmrohr entfernt wird und bitten anzuhalten.
    • Während nach dem Entfernen des Darmrohres Gesäßhälften zusammenhalten, damit das Klistier im Darm verbleibt.
    • Bei erstmaliger Verabreichung, Verpackung aufbewahren bis erwünschter Erfolg eingetreten ist / falls Nebenwirkungen/Komplikationen auftreten.
    • Zimmer/Arbeitsplatz aufräumen, in der Nähe bleiben
    • Hilfestellung beim Toilettengang geben


    Wir möchten uns nicht mit fremden Federn schmücken: Der Text ist nicht von uns. Wir hatte die Seite bisher verlinkt. Sie war auf Geocities zu finden, die ja leider dicht gemacht haben. Zu diesem Text war leider keine Quellangabe zu finden.
    Wir finden den Artikel aber zu gut, als dass er verloren gehen sollte: Daher veröffentliche ich ihn hier. Zu finden war er unter de.gecities.com. Sollte der Urheber mit der Veröffentlichung auf dieser Seite nicht einverstanden sein, bitten wir um Mitteilung. Wir werden ihn dann umgehend entfernen.

zurück zur Blog Übersicht